VOM ANNEHMEN

Vor kurzem habe ich den Satz gelesen, dass man alles, was einem im Leben passiert (also auch Unglück), als genau das für sich anzunehmen soll, was man in diesem Moment braucht. Das klingt im ersten Augenblick wie Hohn, wenn man es jedoch genauer betrachtet, steckt viel Wahrheit darin. Denn die meisten Situationen im Leben verschwinden nicht einfach, wenn man sie ablehnt. Sie bleiben. Und wenn man sich abwendet bleiben sie umso hartnäckiger.

Wahrscheinlich kennt jeder das Gefühl, dass einem etwas zu viel ist oder man es nicht schaffen kann. Vielleicht hat man sogar das das Gefühl, dass einen die Sache oder die Person krank macht und man alles nicht mehr ertragen kann oder mag. Und so verständlich das auch ist, kostet es einen Kraft. Denn wenn man eine Schwierigkeit ablehnt und der Ärger oder auch die Angst davor in einem wächst, flüchtet man innerlich und zieht sich wie aus sich selbst heraus. Man steht nicht mehr in seiner ganzen Kraft vor dem Thema und versucht es für sich zu gestalten, mit all der Kreativität, die einem zur Verfügung steht.

Wenn man dieser Philosophie weiter folgt, heißt es, dass man im Leben immer genau die Themenstellung vorfindet, die man in diesem Moment für den nächsten Entwicklungsschritt seines persönlichen Wachstums braucht. Und tatsächlich ist es auch so, dass man aus den meisten Schwierigkeiten etwas lernt und danach besser damit umgehen kann. Rückblickend hat man auch alle Schwierigkeiten der Vergangenheit überlebt und ist irgendwie durchgekommen. Mit der Betonung auf „irgendwie“.

Und genau das ist der springende Punkt: Wenn man also sowieso durch muss, meistens etwas daraus lernt und für jede Herausforderung am Ende doch irgendwie genug Kraft hatte: Wäre es dann nicht besser, jede Schwierigkeit im Leben zu bejahen und ihr mit ganzem Herzen und ganzer Kraft zu begegnen? Wäre es nicht super, wenn man jede Hürde von vornerein als sportliche Herausforderung annehmen würde und sie mit seiner ganzer Konzentration, Neugier, Kreativität und vor allem Vertrauen in sich selbst angehen würde?

In diesem Sinne alles Liebe,
Eure Frau Müller

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